Einzelhandelsmieten in 1a-Lagen sinken leicht

Die Mieten für Einzelhandelsflächen in den zentralen, hochpreisigen Lagen der Oberzentren der Region sind im vergangenen Jahr nur noch leicht gesunken. In den Vorjahren wurden je nach Lage Rückgänge von bis zu 18 Prozent verzeichnet. Die Mieten stabilisieren sich damit im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren auf einem niedrigen Niveau. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Evaluation der Nettokaltmieten (ohne Nebenkosten und Mehrwertsteuer) in Mannheim und Heidelberg für das Jahr 2025, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar durchgeführt hat.
„Die Rezession hat weiterhin massive Auswirkungen auf die Mieten in den Haupteinkaufsstraßen Mannheims und Heidelbergs. Auch wenn die Innenstädte nach wie vor belebt und stark frequentiert sind, können Vermieter nicht mehr zu Preisen vermieten, wie sie noch vor fünf bis zehn Jahren möglich waren. Viele Verträge, die vor der Corona-Pandemie unterschrieben wurden, werden derzeit nachverhandelt. Stark steigende Energie- und Arbeitskosten belasten die Händler, da sind Mieterhöhungen nicht mehr wirtschaftlich umsetzbar. Umzüge und Leerstände können die Folge sein“, erklärt Mario Klein, IHK-Geschäftsbereichsleiter Handel und Stadtentwicklung.
Im Jahr 2025 betrug in Mannheim die Ladenmiete für kleinere Geschäfte (circa 60 Quadratmeter) in 1a-Lage 125 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber der Vorjahresmiete von 128 Euro. Bei größeren Geschäften mit circa 150 Quadratmetern sank die Miete 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 92 Euro auf 90 Euro (zwei Prozent).
In Heidelberg sank die Miete für Einzelhändler mit kleiner Verkaufsfläche in 1a-Lagen um fünf Prozent auf 98 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2024 betrug sie 103 Euro. Größere Händler zahlten 2025 67 Euro, ein Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresmietpreis von 71 Euro.
Die Spitzenmietpreise pro Quadratmeter für Geschäfte in Nebenstraßen („1b-Lagen“) haben sich im vergangenen Jahr nicht verändert: In Mannheim (32 Euro) und in Heidelberg (35 Euro) blieben die Spitzenmieten 2025 auf Vorjahresniveau.
Zur Methode:
Die IHK Rhein-Neckar nutzt für ihre jährliche Auswertung der gewerblichen Mietpreise in Heidelberg und Mannheim Daten des deutschen Immobilienverbandes (IVD) und des Regionalen Immobilienwirtschaftlichen Informationssystems (RIWIS) der Bulwiengesa AG.
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Quelle: IHK Rhein-Neckar
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