Nur eine Minderheit folgt Politikern auf Social Media

Ob Olaf Scholz als @bundeskanzler auf Instagram, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf LinkedIn oder Finanzminister Christian Lindner auf X: Viele Politikerinnen und Politiker haben eigene Profile in den sozialen Medien. Gleichwohl erreichen sie dort oft nur eine Minderheit der politisch Interessierten. Gerade einmal 11 Prozent derjenigen, die sich in sozialen Netzwerken oder über Messenger über Politik informieren, folgen den Profilen von einzelnen Politikerinnen und Politikern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.005 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, darunter 877 Internetnutzerinnen und -nutzer. „Einige Politikerinnen und Politiker nutzen die Möglichkeiten sozialer Medien bereits vorbildlich. Erfolgreich ist vor allem, wer sich authentisch präsentiert und in eine offene und ehrliche Kommunikation mit den Nutzerinnen und Nutzern eintritt“, sagt Bitkom-Politikexperte Fabian Zacharias.

Insgesamt informiert sich etwas mehr als die Hälfte der Internetnutzerinnen und -nutzer (59 Prozent) via Social Media oder Messenger-Dienst über Politik. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es mit 77 Prozent so viel wie in keiner anderen Altersgruppe. Bei den 30- bis 49-Jährigen informieren sich 63 Prozent via X, Instagram, Facebook und Co., 58 Prozent sind es bei den 50- bis 64-Jährigen. Auch unter den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren ist der Anteil mit 36 Prozent noch verhältnismäßig hoch. Unter allen Nutzerinnen und Nutzern, die sich via Social Media oder Messenger-Dienst über Politik informieren, hat Facebook zu diesem Zweck den höchsten Anteil (55 Prozent). 41 Prozent nutzen dafür X bzw. Twitter und 25 Prozent den Messenger-Dienst WhatsApp. 23 Prozent informieren sich über LinkedIn und 21 Prozent bei Xing. Instagram ist für 16 Prozent für politische Informationen relevant. Zacharias: „Nicht nur für Spitzenpolitikerinnen und -politiker, sondern auch für Abgeordnete in ihren Wahlkreisen gilt: Ein gut gemachter und vor allem auch jenseits von Wahlkämpfen gepflegter Auftritt in sozialen Medien kann eine hervorragende Ergänzung zum Wahlkampfstand oder zur Bürgersprechstunde vor Ort sein.“

 

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 877 Internetnutzerinnen und -nutzer. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 4 bis KW 7 2024 satt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Welche der folgenden Informationsquellen nutzen Sie online, um sich über politische Themen zu informieren?“, „In welchen der folgenden sozialen Netzwerken oder Messengerdiensten informieren Sie sich über politische Themen?“ und „Folgen Sie in sozialen Netzwerken gezielt den Profilen einzelner Politikerinnen und Politiker oder sind Sie über Messenger-Gruppen direkt mit ihnen vernetzt?“

 

Quelle: Bitkom

 

 

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