„Vertrauen in Preisstabilität schwindet“

3. Okt. 2026

Das Statistische Bundesamt hat die vorläufigen Ergebnisse zur Entwicklung der deutschen Inflationsrate im September 2026 veröffentlicht. Die am deutschen Verbraucherpreisindex gemessene Inflationsrate ist diesen Berechnungen zufolge von 2,9 auf 3,3 Prozent gestiegen. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim und Professor an der Universität Heidelberg, erklärt dazu:

„Dass die Inflation infolge des Dauerkonflikts am Golf jetzt die Drei-Prozent-Marke knackt, war zu erwarten. Solche krisenbedingten Ausschläge sind nicht einmal das größte Problem. Gravierender ist, dass erhöhte Inflationsraten zum Dauerzustand werden. 2020 lag die Inflation in Deutschland zum letzten Mal unter der Zwei-Prozent-Marke. Mit dem erneuten Energiepreisschock wird 2026 das sechste Jahr in Folge mit einer Inflation über der Zielmarke. Eine solche Dauerinflation verändert die Inflationserwartungen. Das dürfte eine Erklärung für den Höhenflug der langfristigen Anleihe-Renditen sein. Das Vertrauen in künftige Preisstabilität erodiert mit jeder neuen Inflationsmeldung weiter.“

 

Quelle: ZEW

 

 

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