Matching, Funding, Investment

Das ESA BIC Reutlingen hat es sich zur Aufgabe gemacht, jene Start-ups zu fördern, die Geschäftsmodelle für Geoinformationen entwickeln oder einen Bezug zur Weltraumtechnik haben. Bei unserem Treffen in Reutlingen konnten wir eine faszinierende Bandbreite an Gründungen kennenlernen, die wir Ihnen heute und in den nächsten Tagen vorstellen werden. Eines der Start-ups will Matching-Konzepte auf den Funding-Prozess übertragen und so Investments vereinfachen. Lukas Kmoth stellt VCSwipe vor.

 

Investment

Foto: BIC Reutlingen

ZV: Herr Kmoth, was ist das Geschäftsmodell von VCSwipe?

LK: Mit VCSwipe wollen wir Start-ups mit Investoren verknüpfen. Unsere Vision ist es, den Funding-Prozess, also die Suche nach Kapital bzw. Investitionsmöglichkeiten, für beide Seiten zu vereinfachen.

ZV: Wie muss man sich diesen Prozess vorstellen?

LK: Wir übertragen die auf dem Markt bereits bestehenden Matching-Konzepte auf den Funding-Prozess. Das Matching erfolgt mittels Künstlicher Intelligenz auf der Basis einer Vorauswahl aus verschiedenen Kategorien. Aber erst wenn beide Parteien Interesse am jeweils anderen zeigen, ist es möglich, eine Verbindung einzugehen und weitere Funding-Gespräche zu führen.

ZV: Inwieweit wenden Sie Technologien aus der Weltraumforschung an?

LK: Das betrifft bei uns drei Punkte: Erstens läuft das Matching in der Basisversion unserer App mithilfe von Geofencing ab. Das bedeutet, Investoren und Start-ups können sich nur in der näheren Umgebung miteinander verbinden. Wir peilen Hotspots an, zum Beispiel die zahlreichen Coworking Spaces in Berlin. Dort treffen tagtäglich viele Leute aufeinander, aber niemand hat wirklich den Überblick über Angebot und Nachfrage.

Zweitens wird es für einen Investor möglich sein, die eigenen Geoinformationen in andere Hotspots zu verlagern. Das bedeutet, dass ein Investor, der eigentlich im Neckar-Alb-Kreis wohnt und arbeitet, trotzdem auch Start-ups aus Amsterdam kennenlernen kann, indem er über unsere App seine Location dorthin verlagert, Diese Funktion bleibt aber Premium-Accounts vorbehalten. Drittens wollen wir durch das Geofencing um Hotspots den Inkubatoren wie dem ESA BIC ermöglichen, für ihr Programm zu werben und weitere Anziehungskraft für Start-ups zu entwickeln.

ZV: Wie kamen Sie auf die Idee für Ihre App?

LK: Ich habe noch ein anderes Start-up. Mit diesem Start-up waren wir an einem Punkt angelangt, an dem wir Funding benötigten. Wir überlegten uns: Was wären die logischen Schritte, die wir jetzt machten müssten? Da ist uns aufgefallen, dass der Prozess der Investorensuche sehr aufwendig ist und am Schluss würde man vielleicht vor einem Investor pitchen, der an der eigenen Idee gar nicht interessiert ist, weil er an anderen Bereichen interessiert ist. So kam ich mit einem Freund auf die Idee, eine Lösung zu finden, um die Vermittlung zwischen Investoren und Start-ups zu vereinfachen.

ZV: Und weshalb haben Sie sich am BIC beworben?

LK: Das BIC war für mich die erste Anlaufstelle. Ich kannte es bereits und hatte auch sonst überall nur Positives gehört. Für die Suche nach potenziellen Investoren und Start-ups als Pilotkunden bietet das BIC viele Vorteile.

ZV: Welchen fachlichen Hintergrund haben Sie?

LK: Meine Projekte starteten direkt nach dem Abitur. Ein Jahr danach nahm ich mein Studium in Stuttgart auf. Das läuft parallel noch weiter.

 

 

Lukas Kmoth

VC Swipe UG

Gerhard Kindler Straße 8

72770 Reutlingen

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Lukas@vcswipe.de

 

 

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